IndexDer kirchliche Widerstand Die Aktivitäten dieser Widerstandskämpfer Der frühe Widerstand Die Rote Kapelle Die Weisse Rose Der Werdegang der Weissen Rose Der Hamburger Zweig der Weissen Rose Der "Röhm Putsch" Der Kreisauser Kreis Die Anschläge des Miltärs im Jahre 1943 Der Tretsckow-Dohnanyi Putsch Das Attentat vom 20.7.1944 Fazit Lebensläufe Frederick Werner Graf von der Schulenburg Carl-Friedrich Gördeler Martin Niemöller Claus Philipp Graf Schenk von Stauffenberg Henning von Tresckow Quellen |
Frederick Werner Graf von der SchulenburgVon der Schulenburg wurde am 20.11.1875 in Kemberg im Kreis Wittenberg geboren und starb am 10.11.1944 in Berlin-Plötzensee. Der Sohn eines Oberleutnants studierte Jura. Er trat 1901 in den Auswärtigen Dienst ein und wurde nach Tätigkeiten auf verschiedenen diplomatischen Posten und Teilnahme am 1.Weltkrieg (Hauptmann) 1923 Gesandter in Teheran, 1931-34 Botschafter in Bukarest, 1934-41 in Moskau, wo er am Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes beteiligt war. 1942 stellte er sich vergeblich für etwaige Sonderfriedensverhandlungen zur Verfügung, die Hitler allerdings strikt ablehnte. Die Friedensverhandlungen sollten mit Stalin in Stockholm, nach Vorstellung von der Schulenburgs, stattfinden. Im Auftrag des deutschen Widerstandes, insbesondere Gördelers, war Schulenburg zu direkten Kontakten einen "allgemeinen Frieden" betreffend bereit. Er galt als künftiger deutscher Aussenminister für den Fall eines erfolgreichen Umsturzes des nationalsozialistischen Herrschaftssystems. Er wurde nach dem Attentat vom 20.7.1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. |