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Der Kreisauer Kreis
© von Philip Moston
Auf dem Gut Kreisau (Kreis Schweidnitz, Niederschlesien) des Grafen H. J. von Moltke trafen sich seit 1940 auf Initiative des Eigentümers und des Grafen P. York von Wartenburg Persönlichkeiten aus unterschiedlichen sozialen Schichten mit zum Teil einander entgegengesetzten weltanschaulichen und politischen Zielen, die einen Teil des deutschen Widerstandes gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem bildeten. Zu den wichtigen Mitgliedern des Kreisauer Kreises zählten H. von Einsiedel, Reichein, (von Mierendorff), J. Leber, Haubach, Th. Steltzer, Trott zu Solz, H.-B. von Häften, E. Gerstenmeier und die Jesuitenpatres Delp, Rösch und König. Den im Wesentlichen nach drei Zusammenkünften in Kreisau (Pfingsten 1942, Oktober 1942, Pfingsten 1943) im Sommer fertiggestellten und nicht als endgültig angesehenen Grundsätzen für die Neuordnung lag in Ablehnung des nationalsozialistischen Unrechtsstaates ein christliches Menschenbild zugrunde, sowie die Konzeption eines auf "kleinen Gemeinschaften" aufbauenden Staates mit Selbstverwaltung, Eigenverantwortung und gleichzeitig zentraler Lenkung im Wirtschaftsbereich, Betriebsgewerkschaften, sowie Verstaatlichung von Bergbau, Schwerindustrie und Energiewirtschaft. |